Jahreshauptversammlung 2006
 

Mit Kontinuität ins zweite Jahrzehnt

Positiv Bilanz der „Burgfreunde“ nach zehn Jahren – Vorstand im Amt bestätigt

Zehn Jahre nach ihrer Gründung haben sich die „Burgfreunde“ in Runding etabliert und sind darüber hinaus zu einem Begriff im Kulturleben der Region geworden. „Darauf können wir alle miteinander stolz sein“, sagte Franz Amberger bei der Jahreshauptversammlung am Samstag in der Schlossbrauerei Brandl. Was freilich nicht heißen soll, dass man sich auf dem Erreichten ausruhen will. „Unser größtes Ziel“, so der alte und neue Vorsitzende, „ist und bleibt die Freilegung und Instandsetzung der kompletten Hauptburg und ihre Erschließung als attraktives Ausflugsziel.“

42 der aktuell 362 Mitglieder, unter ihnen auch Bürgermeister Willi Hastreiter und sein Stellvertreter Franz Piendl, bekundeten mit dem Besuch der Mitgliederversammlung ihr Interesse am Vereinsgeschehen. Ein ehrendes Gedenken galt dabei den in diesem Jahr verstorbenen „Burgfreunden“ Herta Schmaderer, Rosa Tahedl und Justinus Engels.

Das Jahr 2006 bei den Burgfreunden war geprägt vom zehnjährigen Bestehen des Vereins. Das kleine Jubiläum bot Anlass für einige Sonderaktionen wie die Weihe des restaurierten Notthafft-Grabmals, die Überarbeitung und Erweiterung der Ausstellung in der alten Dorfkirche, eine vereinsinterne Feier am Jahrestag der Gründung und den Vereinsausflug in die Kultur- und Bierstadt Bamberg. Diese Aktionen sind sehr zur Zufriedenheit der Vorstandschaft verlaufen. Gleiches gilt für die übrigen Veranstaltungen im Jahreskreis, zu denen heuer der monatliche Stammtisch gekommen ist. Eine enorme Bereicherung bildete die Notthafft-Ausstellung im Egerlandmuseum Marktredwitz, die sich zu einem großen Teil mit Runding befasste. Die gemeinsam mit der Pfarrgemeinde durchgeführte kirchenmusikalische Konzertreihe KlangFarben stieß auf erfreulich guten Zuspruch.

Geprägt war das Jubiläumsjahr der „Burgfreunde“ aber auch vom Ende des dreijährigen CAH-Projekts Mitte Juli und der Ungewissheit über die Fortsetzung der Maßnahmen auf der Burgruine. Von den rund 5000 Quadratmetern der Hauptburg sind 4200 Quadratmeter freigelegt und größtenteils saniert, 800 Quadratmeter fehlen noch. Zusammen mit der Gemeinde wollen die Burgfreunde alles daran setzen, um das Vorhaben zu einem guten Ende zu bringen. „Wir hoffen, dass es im Frühjahr weitergeht“, sagte Bürgermeister Willi Hastreiter unter Hinweis auf demnächst stattfindende Gespräche.

Was die vom Verein geleisteten Arbeitseinsätze auf der Burg angeht, so hat sich die   Schwerpunktverlagerung von Instandsetzungs- zu Pflegemaßnahmen weiter fortgesetzt. Nach dem Bericht des 2. Vorsitzenden Ludwig wurden heuer rund 300 Stunden geleistet, wobei sich zwei Mitarbeiter besonders hervorgetan haben: Sepp Bierl und Sepp Eibl. Sie bekamen als Anerkennung je eine Ausgabe der offiziellen Burg-Mütze.

Alles in allem summieren sich die freiwilligen Stunden jetzt auf 6500, dazu kommen mehr als 22000 Euro an Geldmitteln, die der Verein in den zehn Jahren in die Burgruine investiert hat. Dazu kommen noch 10000 Euro für die Restaurierung des Notthafft-Grabmals als bislang größes Einzelvorhaben. Trotz dieser Ausgaben verfügt der Verein nach dem Kassenbericht von Rudi Lempart über ein solides Finanzpolster und somit eine gute Ausgangsbasis für die noch ausstehenden Maßnahmen.

Verstärkt gefordert waren die „Burgfreunde“ in diesem Jahr bei der Besucherbetreuung. Die Nachfrage nach Führungen ist merklich gestiegen, innerhalb des Landkreises und zum Teil weit darüber hinaus. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit stehen die beiden Vorsitzenden auch künftig gerne für Führungen zur Verfügung.

Mit der Leitung der Neuwahl hatte Bürgermeister Willi Hastreiter eine dankbare Aufgabe. Alle Amtsinhaber stellten sich zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt: 1. Vorsitzender Franz Amberger, 2. Vorsitzender Ludwig Biebl, Schriftführer Rudi Raum, Kassier Rudi Lempart; Kassenprüfer bleiben Klaus Dittrich und Markus Schiedermeier.

Im nächsten Jahr werden die „Burgfreunde“ am bewährten Programm-Angebot festhalten. Neu dazu kommt eine Veranstaltung zum „Tag des Bieres“ (21. April). Ziele des nächsten Vereinsausflugs sind die Plassenburg in Kulmbach und die Burgruine Flossenbürg.

 

Die alte und neue Vorstandschaft der Rundinger Burgfreunde zusammen mit Bürgermeister Willi Hastreiter.