Jahreshauptversammlung am 20.11.2004
 

Der Vorsitzende Franz Amberger eröffnete die Versammlung, begrüßte die  anwesenden Burgfreunde , insbesondere ersten Bürgermeister Willi Hastreiter. Eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder der Burgfreunde schloss sich an, insbesondere an Frau Altmann Ruth und Herrn Willi Wanninger.

Entschuldigt haben sich folgende Mitglieder:

Landrat Theo Zellner, MdL Markus Sackmann, MdL Franz Schindler, Gabriele von Moreau
viele Grüße von Kreisheimatpfleger Hans Wrba, Herbert und Herrn Maurer

 

Auszüge aus dem Protokoll von der Jahreshauptversammlung 2003 

Schriftführer Raum verlas Auszüge aus dem Protokoll von der Jahreshauptversammlung 2003.

 

2. Bericht des Vorsitzenden Franz Amberger 

Der Vorsitzende gab anschließend einen umfassenden Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Er trug mit einer Anzahl von Dias anschaulich ein paar Beispiele vor. Sein Vortrag im Einzelnen:

Vorbemerkung

Aktives, ereignisreiches und erfolgreiches Vereinsjahr, auch wenn nicht alles erledigt worden ist, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Dafür ist an anderer Stelle mehr geschehen als eigentlich geplant war. 

1. Maßnahmen auf der Burgruine

Großflächige Freilegungen:
Torbau, Torwärterstube, Südwestflügel mit interessanten Befunden
Enorme Fortschritte bei Mauersanierung:
kompletter Palas und Nordostflügel fertig
Burg-Backofen als zusätzliche Attraktion (näheres im Bericht von Ludwig Biebl)

Erfreuliches Fazit:
Größte sichtbare Fortschritte seit Beginn der Maßnahme 1993: Künftiges Erscheinungsbild der freigelegten und sanierten Ruine nimmt Gestalt an

Neuer Superlativ:
Bisher Aussicht auf größte flächig freigelegte Burgruine in Bayern, dabei ist Runding laut Grabungsleiter Dr. Bernhard Ernst jetzt schon die „größte burgenarchäologische Grabung, die es je im süddeutschen Raum (also Bayern und Baden-Württemberg zusammen) gegeben hat“.

Wer hätte das bei den ersten Anfängen vor elf Jahren gedacht?

Das Ende der Gesamtmaßnahme rückt näher, die Vorfreude auf eine Attraktion bisher unvorstellbaren Ausmaßes wächst. Mit der bewährten Gemeinsamkeit von Gemeinde und Verein sollte auch noch das letzte Stück zu schaffen sein.

2. Öffentlichkeitsarbeit

Klappern gehört zum Handwerk, wichtig für Gesamtmaßnahme

2.1 Besuche/Führungen
Neuer Arbeitsamtsdirektor von Schwandorf, Joachim Ossmann
Bezirksheimatpfleger Franz Xaver Scheuerer, mit Studenten Uni Regensburg
Führungen von Schulklassen aus der Umgebung
Führungen bei Klassentreffen in Runding

2.2 Publikationen/Vorträge
Fund des Monats in der Gemeindekanzlei
spezielle Presseberichte über neue Erkenntnisse aus den Grabungen
Vortrag Dr. Bernhard Ernst über Hausrat der letzten Notthafft bei Jahrestagung des West- und Süddeutschen Verbands für Altertumsforschung in Amberg
53-seitiger Aufsatz von Dr. Bernhard Ernst in: Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg, Jahresband 2004; Thema: Ver- und Entsorgung einer mittelalterlichen Burg am Beispiel Runding

3. Restaurierung Notthafft-Grabmal

Wichtige Voraussetzungen für Umsetzung erfüllt
Aufnahme in die Liste der geschützten Denkmäler
Gestattungsvertrag mit Kirchenstiftung als rechtliche Grundlage
mündliche Zuschuss-Zusage Denkmalamt (5000 Euro)
aktueller Stand auf dem Spendenkonto:

Warten auf formelle Zuschussbewilligung und Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn.
Sobald alles klar: Auftragsvergabe, Ausführung der Restaurierung im Winter geplant
Schon vorbereitet: Information der Öffentlichkeit über Person Wilhelm Cajetan Notthafft (Portrait) und Bedeutung des Grabmals, verbunden mit Spendenaufrruf an die Bevölkerung

4. Vorläufige Ausstellung in der Alten Dorfkirche

Manchmal kommt es anders als man denkt
Ausstellung sollte eigentlich zum Internationalen Museumstag fertig sein.
Stellwände nach Zeitplan gefertigt, aufgestellt und mit Material bestückt.
Böse Überraschung: Farben der Bilder (Computerausdrucke) schnell ausgebleicht, Ursache vermutlich hohe Luftfeuchtigkeit
nach Langzeittests mit laminierten Computerbildern und normalen Fotos:
im Frühjahr 2. Anlauf mit aktualisierten Fotos
Es gibt selten etwas Negatives, was nicht auch eine positive Seite hätte
Erkenntnis: Alte Dorfkirche wegen der klimatischen Verhältnisse nur bedingt als Museum geeignet. Konsequenz: Bei Einrichtung des geplanten archäologischen Museums anderen Standort in Erwägung ziehen

5. Sonstiges

Beteiligung am Christkindlmarkt
Vom Winde verweht, dennoch schöner Erfolg
Beteiligung am Faschingsumzug
Kämmerer bei Geldbeschaffung für Gemeindesäckel: raffinierter Taschendieb und Mitleid erregender Bettler
Hüttenabend auf dem Haidstein
Gemütliches Beisammensein in froher Runde
Schaueramt auf der Burg (hat sich vor allem bei den Rundingern und Gartingern eingebürgert)
Inbetriebnahme des Burg-Backofens
Nach schweißtreibender Arbeit allseits Freude über gelungene Maßnahme

7. Burg-Cafe

Nach anfänglicher Skepsis wegen unsicherer Witterung Rekordbesuch und Rekorderlös bei idealen Bedingungen;
Die Attraktion für Kinder: Ritterlager unserer Burgfreunde aus Nittenau
Denkmaltag: attraktives Programm (Tanzgruppe), schlechtes Wetter, Helferabend im Turm

8. KlangFarben

Qualität setzt sich durch, Ausdauer belohnt:
Konzertreihe hat nach sieben Jahren einen klangvollen Namen
KlangFarben stehen heute für Kirchenmusik auf hohem Niveau
Künstler voll des Lobes über Kirche, Orgel und Akustik
Lob vom Publikum für innovatives Angebot und Auswahl der Künstler
Ausdruck der Wertschätzung: Besuch insgesamt im Rahmen der Erwartungen
Förderung durch den Bezirk Oberpfalz (515 Euro)
Spenden aus der Wirtschaft (500 Euro)
Weihnachtskonzert: Flöte, Harfe, Geige, Cello und Orgel, Ausführende aus dem Umfeld der LKMS
Neujahrskonzert: Fo(u)r Trombones (Posaunenquartett) und Heidrun Hensel (Orgel)
Dreikönigskonzert: Domorganist Josef Still, Trier
Osterkonzert: Paul Windschüttl (Trompete), Helmut Schätz (Posaune) und Rudolf Fischer (Orgel)

Schlussbemerkung

Aktives, ereignisreiches und erfolgreiches 8. Vereinsjahr, das nahtlos an seine Vorgänger anknüpft.
Fazit: Wir haben heute allen Grund, uns über das Erreichte zu freuen

 

3. Veranstaltungen

- Beteiligung am Christkindlmarkt
- Beitrag zum Rundinger Faschingsumzug (geklonter Rudolf Raum)
- geselliger Hüttenabend auf dem Haidstein
- Schaueramt, wieder in der Vorburg, würdiger Rahmen
- 7. Burg-Cafe, wieder im Getreidekasten, Aufwand gelohnt, viele Helfer und Gönner
- wieder  Helferabend für Arbeiter, finanziert aus zusätzlichen Einnahmen vom Denkmaltag

Abschließend dankte er allen Burgfreunden, die mit Rat und Tat sowie mit Geld- und Sachspenden die Arbeit der Burgfreunde unterstützt haben. Mit dem Dank verband er die Hoffnung und Bitte auf weiterhin gute Zusammenarbeit im neuen Jahr 2005.

4. Bericht des 2. Vorsitzender Ludwig Biebl

5. Kassenbericht
Kassier Rudi Lempart berichtete, dass derzeit 347 Mitglieder zum Verein gehören. Das heißt, dass die Mitgliederzahl um 132  Personen seit der letzten Jahreshauptversammlung angewachsen ist.

Im diesem Jahr zahlte der Verein 1000 € an die Gemeinde Runding für den nicht gedeckten Betrag eines SAM-Arbeiters auf der Burg für drei Monate. Franz Amberger überreichte einen symbolischen Scheck.

Die Gesamteinnahmen belaufen sich im abgelaufenen Vereinsjahr auf 9313 €, (größter Betrag neben den Beiträgen:  Posten Einnahmen Burgcafe 2179 €) die Ausgaben auf  9183,30 €, als größte Ausgabenposten die Restaurierung des mittelalterlichen Backofens mit 5343,93 €.  Der aktuelle Kassenstand weist nun ein Haben in Höhe von 566,81 € auf, 7021,71€ sind als Festgeld angelegt.

Das Orgelkonto weist ein Haben von 1881,99  € auf, das Sonderkonto „Spenden für Nothafft-Grab 1570 € Haben.

6. Bericht der Revisoren
Für die Revisoren erteilte Klaus Dittrich den Bericht. Er teilte der Versammlung mit, dass die Kasse von ihm geprüft wurde. Er bestätigte dem Kassier eine ordentliche, gewissenhafte Kassenführung. Alle Einnahmen und Ausgaben sind durch Belege nachgewiesen.

Er schlug daher vor, den Kassier zu entlasten. Diesem Antrag stimmte die Versammlung einstimmig zu.

7. Aussprache zu den Berichten
Engl Josef stellte die Frage in den Raum, wann die Sicht nach Cham besser wird. Der Vorsitzende führte aus, dies könne nach und nach geschehen, bis die Anlage fertig sei.

8. Grußworte
Bürgermeister Willi Hastreiter führte in seinem Grußwort aus, dass 2003 wieder sehr viel auf der Burganlage geschehen sei. Durch ein CAH-Projekt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds konnte

Er dankte den Burgfreunden für das Engagement und die geleistete Arbeit, lobte die Beteiligung bei den gemeindlichen Veranstaltungen Christkindlmarkt und Faschingszug.

9. Bildung eines Wahlausschusses
Auf Vorschlag des Versammlungsleiters wurde ein Wahlausschuss gebildet, dem Bürgermeister Willi Hastreiter, Schulleiter Köppel und Herr Dr. Sandmann, Runding, angehörten. Willi Hastreiter übernahm dabei den Vorsitz.

Willi Hastreiter stellte zunächst den Antrag, die Vorstandschaft zu entlasten. Dieser Antrag wurde von der Versammlung einstimmig gebilligt.
Er stellte fest, dass unter den Versammlungsteilnehmern 42 stimmberechtigte Mitglieder sind.

10. Neuwahl der Vorstandschaft

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: 

1. Vorsitzender

1 Wahlvorschlag

geheime Wahl

Franz Amberger

42  abgegebene Stimmen

40 Ja-Stimmen 1 Ertl Karl

  1  Enthaltung

2. Vorsitzender

1 Wahlvorschlag

geheime Wahl

Ludwig Biebl

42  abgegebene Stimmen

41  Ja-Stimmen

  1  Enthaltung

Zum Schriftführer wurde zunächst der bisherige Schriftführer Rudolf Raum vor.

Schriftführer

1 Wahlvorschlag

Wahl p. Akklamation

Rudolf Raum

Die Wahl erfolgte einstimmig

Kassier

1 Wahlvorschlag

Wahl p. Akklamation

Rudolf Lempart

Die Wahl erfolgte einstimmig

Kassenprüfer

1 Wahlvorschlag

Wahl p. Akklamation

Markus Schiedermeier

 

Die Wahl erfolgte einstimmig

Kassenprüfer

1 Wahlvorschlag

Wahl p. Akklamation

Klaus Dittrich

Die Wahl erfolgte einstimmig

 

Der Vorsitzende Amberger schloss mit dem Wunsch auf weiterhin auf gute Zusammenarbeit und dem Spruch beim Ritterorden Runding zu Monachia „Allzeit Runding immerdar!“ wurde schließlich die Versammlung geschlossen.