Einblicke in die Kaiserstadt

Burgfreunde erkundeten das oberfränkische Bamberg

Man muss es gesehen und erlebt haben, dieses Bamberg, das nicht
umsonst in der bayerischen Endausscheidung bei der Wahl der Kulturhauptstadt gestanden hat und dessen Altstadt zum Weltkulturerbe zählt. Das dachten sich auch die Rundinger Burgfreunde und wählten die alte Kaiserstadt als Ziel für ihren ersten Vereinsausflug.

Mit dem Archäologen Dr. Bernhard Ernst hatten sie einen exzellenten Führer.
Er lebt seit Studienzeiten in Bamberg und kennt jeden Winkel. Der fünfstündige Rundgang durch die ausgedehnte historische Altstadt begann im Gärtnerviertel und führte über das alte Rathaus hinauf auf den Domberg. Höhepunkt der Exkursion war natürlich der Dom selbst, der unter anderem das einzige Papstgrab nördlich der Alpen und den berühmten Bamberger Reiter beherbergt.

Zur Bamberger Kultur gehört neben den vielen sehenswerten Gebäulichkeiten auch das
Brauwesen mit seinen Traditionsgaststätten und Bierkellern. Die Besucher aus dem Bayerwald waren erstaunt über das üppige Angebot an Biersorten, das vom ungespundeten, unfiltrierten Kellerbier über das rauchige Märzen bis zum Schwarzbier reicht. Auf der Heimfahrt konnte man sich bei einer Einkehr im Aischgrund außerdem davon überzeugen, dass Karpfen bei entsprechender Haltung und Zubereitung auch außerhalb der Saison ausgezeichnet munden.

Alles in allem war es ein Ausflug, der kulturell wie auch kulinarisch keine
Wünsche offen ließ. Die meistgestellte Frage auf der Heimfahrt lautete denn auch: „Und wo fahr‘n ma nächtes Jahr hin?“



Die Rundinger Burgfreunde mit ihrem Stadtführer Dr. Bernhard Ernst bei der heiligen Kunigunde
auf der Regnitzbrücke im Herzen der Bamberger Altstadt; im Hintergrund Kleinvenedig.